13.04.2019 – 8 Uhr – Vogelstimmenexkursion im Schlosspark Altenburg


Alle Vögel sind schon da …

Amsel, Drossel, Fink und Star erkennen Sie schon? Aber was pfeift und singt denn da noch? Zum Erkennen unserer gefiederten Mitbewohner spielt der Gesang eine wesentliche Rolle. Das Naturkundemuseum Mauritianum lädt am 13. April um 8.00 Uhr zu einer Vogelstimmenexkursion in den historischen Schlosspark Altenburg ein. Mike Jessat stellt die Vögel des Parks vor, die ihre Brutreviere bezogen und teilweise mit dem Nestbau begonnen haben. Es werden etwa zwanzig Vogelarten erwartet, so dass diese Exkursion sowohl für „ornithologische Einsteiger“ als auch zur Auffrischung der Kenntnisse aus den Vorjahren geeignet ist. Nach der Tour bietet sich ein Besuch des Naturkundemuseums Mauritianum mit seinen aktuellen Sonderausstellungen an, welches ab 10 Uhr geöffnet ist (Eintritt frei). Mitzubringen sind wetterfeste Kleidung und ein Fernglas.

Treffpunkt: vor dem Mauritianum

09.04.2019 – 18 Uhr – Vortrag: Jürgen Gräfe (Stadtroda): „Wildbienen in unserer Landschaft – Exemplarische Beispiele für in Deutschland vorkommende Arten“

Als „Fleißiges Bienchen“ wird sie in Bilderbüchern dargestellt oder in Liedern besungen – die Honigbiene. Ihr Aussehen und ihre Lebensweise im Schwarm sowie ihre wichtige Bestäubungsleistung hat sicherlich  jeder vor Augen. Wenig bekannt sind dagegen ihre wilden Verwandten, die Wildbienen. Insektenforscher haben herausgefunden, dass in Deutschland mehr als 500 Wildbienenarten leben, die kleinste ist nur 4 mm groß. Namen wie Sandbiene, Pelzbiene, Seidenbiene, Löcherbiene, Maskenbiene oder Blattschneiderbiene verraten schon ein bisschen über ihr Aussehen und ihre Lebensweise. Jürgen Gräfe aus Stadtroda hat viele von ihnen fotografisch festgehalten und sich intensiv mit den zumeist als Einzelgänger lebenden Wildbienen beschäftigt. In seinem Vortrag „Wildbienen in unserer Landschaft“ gibt er einen Überblick über die Vielfalt unserer Wildbienen und stellt die interessante Lebensweise einiger Arten vor.

Bei vielen Wildbienenarten hat sich in den letzten Jahrzehnten der Bestand dramatisch dezimiert, weshalb der Referent über Möglichkeiten informiert, wie man in seinem Garten diesen wichtigen Bestäubern unserer Nutzpflanzen helfen kann.

Vortrag: Felix Pokrant (Natura 2000-Station Auen, Moore, Feuchtgebiete): „Die Kreuzotter in Thüringen“ Termin: 27. März 2019, 18 Uhr

Achtung: Der Vortrag findet an einem MITTWOCH statt.

Auffälligste Merkmale der Kreuzotter sind ihr dunkles Zickzackband auf dem Rücken sowie die, im Gegensatz zu den anderen in Thüringen heimischen Schlangenarten, schlitzförmigen Pupillen. Als einzige Giftschlage Thüringens erweckte sie jedoch in der Vergangenheit nicht immer nur Faszination sondern auch Furcht.

Felix Pokrant, Stationsleiter der Natura 2000-Station Auen, Moore, Feuchtgebiete (Träger: Naturforschende Gesellschaft Altenburg), sowie Leiter der Sonderaufgabe Amphibien- und Reptilienschutz in Thüringen beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit unseren heimischen Reptilien und wird am 27. März um 18 Uhr im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg interessante Fakten über die Kreuzotter in Thüringen vorstellen.

Die Kreuzotter ist in Thüringen in einem starken Rückgang begriffen und weist einen schlechten Erhaltungszustand auf. Im Altenburger Land kommt sie nur noch an wenigen Standorten vor. Lebensraum der Kreuzotter sind hauptsächlich Moore, Blockhalden und lichte Wälder, aber auch struktur-reiche Zwergstrauchheiden oder Feuchtwiesen. Sie gilt als Charakterart halboffener Lebensräume. Die Gründe für den Rückgang der Art sind viel-fältig. So verschwinden durch den Strukturverlust in der Landschaft und die Zerstörung v.a. der Moore und Heiden mehr und mehr Lebensräume. Die Natura 2000-Station Auen, Moore, Feuchtgebiete beschäftigt sich mit verschiedenen Vorhaben zum Schutz der Kreuzotter. Im Fokus stehen zum Beispiel die Etablierung einer Niederwaldwirtschaft auf geeigneten Standorten sowie die Revitalisierung von Feuchtflächen.

"Jugend forscht / Schüler experimentieren" Sonderpreis des Mauritianums

Der Jugend forscht / Schüler experimentieren Regionalwettbewerb Ostthüringen fand am 8. und 9. März in Rositz statt. Mit dabei waren 120 junge Nachwuchsforscher aus 19 Ostthüringer Schulen. Sie präsentierten in  58 Projekten ihren Ideenreichtum und ihren Spaß am Forschen und Experimentieren. Das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg würdigte zwei Projekte mit einem Sonderpreis. Hannah Sophie Richter  von der Astrid Lindgren Grundschule in  Gera begeisterte die Jury mit ihrer Arbeit „Das Florarium und der Kaktusbaum“. Die zweite Preisträgerin ist Laura Wohlfarth von der Staatlichen Grundschule Gefell . Sie beschäftigte sich intensiv mit dem Thema „Salze – faszinierende Kristalle, auch zum Aufessen“.

26.02.2019 – 18 Uhr – Vortrag: Claudia Müller (Natura 2000-Station Gotha/Ilm-Kreis): „Vorkommen und Schutz des Skabiosen-Scheckenfalters in Thüringen“

Mit einer Flügelspannweite von ca. 4 cm gehört der Skabiosen-Scheckenfalter nicht gerade zu unseren größten einheimischen Tagschmetterlingen, doch besticht er durch sein sehr hübsches, orangenes, schachbrettartig gemustertes Schuppenkleid. Welche interessante Lebensweise verbirgt sich hinter seinen geheimnisvollen Namen „Skabiosen-Scheckenfalter“ oder „Teufelsabbiss-Scheckenfalter“?

Claudia Müller, Projektleiterin der Natura 2000-Station Gotha/ Ilm-Kreis (Träger: Naturforschende Gesellschaft Altenburg), beschäftigt sich seit April 2017 mit dieser besonderen Schmetterlingsart und wird ihre Ergebnisse in einem Vortrag am 26. Februar um 18 Uhr im Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg vorstellen. Der Skabiosen-Scheckenfalter war in Thüringen und Deutschland einst weit verbreitet. Im Altenburger Land sucht man ihn mittlerweile auch vergebens. Die letzten Nachweise gelangen um 1960. Der bunte Falter kommt auf kleinflächig, extensiv genutzten, mageren Grünlandbiotopen vor. Er bevorzugt sonnige Gebiete mit einer lückigen bis niederwüchsigen Vegetation und kann sowohl auf feuchten, als auch auf trockenen Standorten vorkommen. In Thüringen findet man ihn vorwiegend auf kalkreichen Halbtrockenrasen. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft, die Zerschneidung der Landschaft und die damit einhergehende Isolierung von Habitatflächen, aber auch durch die Aufgabe der Nutzung und damit einhergehende Verbuschung gibt es heute kaum noch geeigneten Lebensraum. Im Rahmen eines ENL-Projektes (Förderprogramm Entwicklung von Natur & Landschaft) werden ehemalige Habitate, u.a. durch Entbuschungen, wiederhergestellt und verschiedene Nutzungsformen (Beweidung, Mahd, Brache) zum langfristig Erhalt der Lebensräume erprobt. Angesichts des Bestandsrückganges des Skabiosen-Scheckenfalters in fast ganz Mitteleuropa hat die Erhaltung der Thüringer Vorkommen höchste Priorität.

09.03.2019: Forschend im Altenburger Land unterwegs – Vortragsveranstaltung der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg mit Kurzvorträgen zur regionalen Tier- und Pflanzenwelt.

09.30: Eröffnung

09.35 – 09.50 Uhr: Schüler stellen vor

Nachwuchswissenschaftler des Altenburger Landes stellen sich vor.

10.00 – 10.15 Uhr: Frank Vohla

Herzog Ernst II. v. Sachen-Altenburg und sein Einfluss auf die Entwicklung der Fotometrie.

10.20 – 10.35 Uhr: Anja Paditz

Fotoimpressionen aus der Bergbaufolgelandschaft des Altenburger Landes.

10.40 – 11.10 Uhr: Dietmar Löffler & Christine Morgner

Pilze der Bergbaufolgelandschaft (Kippe Ruppersdorf und Phönix-Ost

PAUSE

12.00 – 12.15: Lutz Köhler:

Beitrag zur Vogelwelt in den Kiesgruben des Altenburger Landes.

12.20 – 12.35 Uhr: Undine Morgenstern

Die malakologische Artenvielfalt im Altenburger Land.

12.40 – 12.55 Uhr: Horst Lämmel

Frauenschuhe (Paphiopedilum) – Kultur und Züchtung im Gewächshaus.

13.00 – 13.15 Uhr: Frank Quaas

Regiosaatgut ( Vorstellung der Entstehung dieser Saatgutstrategie; Entwicklung im Altenburger Land; Artenspektrum; Technisch-technologische Umsetzung des Anbaus und Vermarktung).