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Rob2025-07-06 11:48:072026-01-28 13:59:16Schwimmende Inseln im Altenburger Großen Teich?„Grüne Netze – Praxisorientierte Methodenvielfalt im ökologischen Trassenmanagement, Teilvorhaben Thüringen“
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Wenn Stromtrassen Wälder queren, müssen die Flächen unter den Leiterseilen von Bäumen freigehalten werden, die in die Leitungen wachsen können, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Derzeit gängige Praxis ist, die Flächen durch Mulchen von Aufwuchs zu befreien. Das Ergebnis sind vegetationslose Schneisen durch die Landschaft. Im ökologischen Trassenmanagement werden die Flächen dagegen so bewirtschaftet, dass sie als Lebensraum für viele bedrohte Arten dienen können. Das Verbundprojekt „Grüne Netze“ wird über eine Laufzeit von sechs Jahren (Juni 2026 – Mai 2032) die ökologische Qualität von Stromleitungstrassen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen und Thüringen verändern. „Grüne Netze“ entwickeln und erprobt Maßnahmen des ökologischen Trassenmanagements (öTm) entlang waldquerender Hoch- und Höchstspannungstrassen. Damit soll dazu beigetragen werden, ökologische Trassenpflege als praxistauglichen und dauerhaft anwendbaren Standard in der Betriebsführung von Netzbetreibern zu etablieren. Hierfür werden Netzbetreiber, Fachbehörden und Flächeneigentümer*innen mit Fachwissen, Werkzeugen und praxisnahen Anwendungshilfen unterstützt, um öTm-Maßnahmen eigenständig und kooperativ umsetzen zu können.
Im Teilvorhaben Thüringen haben wir, die Naturforschende Gesellschaft Altenburg, uns das Ziel gesetzt, insgesamt 100 Hektar Potenzialflächen zu identifizieren und einer ökologischen Beplanung zuzuführen. Neben der fachlichen Begleitung regulärer Pflegemaßnahmen werden zusätzliche Naturschutzmaßnahmen initiiert, die bislang nicht Bestandteil der Trassenunterhaltung sind, jedoch einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Aufwertung und zum Biotopverbund leisten sollen.
Ein wichtiger Baustein ist die Weiterentwicklung des Konzepts „Natur auf Zeit“ im Kontext des Stromnetzbetriebes. Dadurch sollen Netzbetreiber mehr Handlungssicherheit erhalten und die Sorge reduziert werden, dass die Rückkehr geschützter Arten notwendige Bau- oder Instandhaltungsmaßnahmen dauerhaft einschränken könnte.
Darüber hinaus werden nachhaltige organisatorische und technische Strukturen geschaffen, die eine langfristige Verankerung des öTm im Betrieb der Netzbetreiber unterstützen. Gleichzeitig soll die sichtbare ökologische Aufwertung von Trassenräumen die gesellschaftliche Akzeptanz der Strominfrastruktur stärken.
Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit:
- Landschaftspflegeverband Westsachsen e.V., Neukirchen/Pleiße (Koordinator)
- Rewilding Oder Delta e.V., Rothenklempenow
- Helversen´sche Stiftung für Arten- und Biotopschutz, Potsdam
- Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen e.V., Eilenburg
durchgeführt.
Ansprechpartner Teilvorhaben Thüringen:
Klaus Ehrlich, Projektleiter
Mail: ehrlich@nfga.de
Mobil: +49 177 8674752
Natura 2000-Station „Auen, Moore, Feuchtgebiete“
In Trägerschaft der Naturforschenden Gesellschaft Altenburg e.V. (NfGA)
Dorfstraße 20
07646 Renthendorf
Förderer und Partner:



Förderung durch Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) sowie durch 50Hertz Transmission GmbH.
Foto: Klaus Ehrlich




















