Reiseerlebnisse eines Biologen

Am Mittwoch, dem 30. September, lädt das Naturkundemuseum Mauritianum Altenburg zum Lichtbilder-Vortrag „Nordostanatolien – Natur und Kultur einer kleinasiatischen Landschaft“ ein. Der Biologe Hartmut Sänger (Crimmitschau) nimmt die Vortragsbesucher mit auf eine Exkursion in die nordöstliche Schwarzmeerregion der Türkei und berichtet über die beeindruckende Vielfalt der Pflanzenwelt, über Land und Leute sowie über seine persönlichen Begegnungen.

Das Exkursionsgebiet wird bestimmt durch das von West nach Ost verlaufende Faltengebirge der Pontischen Berge, die bis auf fast 4.000 m über NN ansteigen. Dieser küstenparallele Gebirgszug ist gleichzeitig eine Klimabarriere, die in Küstennähe subtropisch geprägt ist und mediterrane Hartlaubrelikte aufweist, die man auch als „Pseudomacchia“ bezeichnen kann. Charakteristisch für die Schwarzmeer-Region sind die ganzjährig hohen Niederschläge, das Fehlen einer sommerlichen Trockenzeit, somit nicht zu heiße Sommer und milde Winter. Mit ansteigender Höhe wechseln die Vegetationsbilder von Buchen-Feuchtwäldern über Tannen- und Fichtenwälder, mit blütenreichen Waldrändern. Die Wälder sind durchzogen von Mähwiesen mit artenreichen Hochstaudenfluren, Almen und Matten sowie letztendlich von Felssteppen mit vielen Geophyten. Die Flora der Türkei umfasst ca. 8.500 Pflanzenarten – im Vergleich zu Deutschland ist das mehr als das Doppelte. Der Anteil der Endemiten für die Türkei ist extrem hoch und liegt bei ca. 2.800 Arten, also nahezu 30 %.

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr und dauert 2 Std. mit einer Pause. Veranstaltungsgebühr: 5 Euro/Person

 Botanisieren am Yalnizcum-Pass

Lilium kesselringianum

Sumelakloster