Nicht erst seit der letzten Hochwasserkatastrophe steht die Landwirtschaft in der Kritik. Bis auf die Ebene der Europäischen Union wird an einer Neuorientierung der Nutzung von Auen gearbeitet. Den Auen Raum geben, die Nutzung naturverträglich anpassen, Dynamik wieder zulassen und damit vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten, sind Forderungen, die nicht nur von Umweltverbänden aufgestellt werden. Es ist mittlerweile gesellschaftlicher Konsens, dass sich etwas ändern muss. Edgar Reisinger von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie in Jena ist für die Gestaltung der EU Agrar-Förderprogramme Teil Naturschutz zuständig. Diese werden zukünftig naturverträgliche Nutzungsarten besonders fördern. Der Ökologe Reisinger ist zudem in Deutschland einer der Wegbereiter großer Weidelandschaften. Diese orientieren sich an der ehemals natürlichen Nutzung unserer Landschaft durch große Pflanzenfresser. Dazu gehörten auch die Urformen von Rind und Pferd – Auerochse und Wildpferd. In seinem Vortrag: “Auen – Zentren der Artenvielfalt – Neue Wege für Schutz und Nutzung” am Dienstag, dem 26.11., im Naturkundemuseum Mauritianum in Altenburg wird er auf Änderungen in der Nutzung von Auen eingehen, die notwendig sind und von der EU zukünftig besonders honoriert werden sollen. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr.