Nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie existierten Ende 2013 in Deutschland 23.645 Windräder. Damit ist Deutschland hinsichtlich der installierten Leistung in Europa führend. Gleichzeitig kommen in Deutschland die meisten Rotmilane der Welt vor, Mitteldeutschland zählt gar zum Hauptverbreitungsgebiet. Somit trägt die Bundesrepublik eine besondere Verantwortung für den Schutz dieses Greifvogels.
Doch immer wieder kollidieren Greifvögel mit Windkraftanlagen, zumeist mit tödlichen Folgen. Die Erschließung neuer Standorte für Windkraftanlagen und damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien steht deshalb im Konflikt mit den naturschutzfachlichen Interessen. Das Kolloquium des Naturkundlichen Museums Mauritianum am 20. Mai 2014 wird versuchen, die Frage ob Windkraft und Vogelschutz tatsächlich unvereinbar sind, zu beantworten. Als Referent steht der Hallenser Biologe Ubbo Mammen, Vorstandsmitglied im Deutschen Rat für Vogelschutz, zur Verfügung. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr. Interessenten sind herzlich eingeladen.

RM und Rotorblaetter